Woher kommt Europa?

Der Name „Europa“ stammt aus der griechischen Mythologie. Verschiedene Sagen erzählen von dem Mädchen Europa, einer phönizischen Prinzessin, und Zeus, dem griechischen Göttervater. Zeus erschien Europa in Gestalt eines weißen Stiers, ließ das Mädchen auf seinen Rücken klettern und brachte sie über das Meer auf die Insel Kreta. Der Kontinent, dem Kreta angehörte, wurde nach ihr benannt: Europa.

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© Europe Direct Kärnten

Was ist Europa? Was macht Europa aus? Was verbindet uns?

Der Erdteil Europa gehört geografisch betrachtet zum Kontinent Eurasien. Europa selbst hat keine eindeutigen Grenzen. Trotzdem wird Europa als eigenständiger Kontinent betrachtet, denn Europa ist keine Frage von Land und Ausdehnung, sondern definiert sich durch die Kulturen, Ideen und die gemeinsame Geschichte. „Europa“ lässt sich auf viele Aspekte beziehen, die Menschen miteinander verbinden: politische Errungenschaften, kulturelle Traditionen, wirtschaftliche und soziale Entwicklungen einer großen Gemeinschaft.

Wohin führt der Weg in der EU?

In Gegenwart und Zukunft entscheiden Europäerinnen und Europäer selbst über den weiteren Weg der EU – und schaffen ihre eigenen Bilder von einem gemeinsamen EUropa.

Die „Königin Europa“ und der historische Kontext

Das Haus der Geschichte (Museum Niederösterreich) hat in der Wanderausstellung „25 Jahre Österreich in der EU – Wachsen in EUropa“ neben der aktuellen auch die historische Dimension der Thematik aufgezeigt. Die Darstellung der „Königin Europa“ wurde ausgewählt, da sie verdeutlicht, dass die Idee des vereinten Europas bereits vor mehr als 450 Jahren existierte.

Diese älteste bekannte Allegorie des europäischen Kontinents wurde 2019 im Museum Retz (NÖ) entdeckt und im Zuge von Forschungsarbeiten durch Mag. Dr. Celine Wawruschka neu bewertet. Der Tiroler Humanist Johannes Putsch (1516–1542) fertigte die Karte 1534 an. Sie gilt allgemein als Vorbild aller kartographischen Erdteilallegorien des 16. Jahrhunderts.
In der Antike wurde Europa aufgrund des Zeus-Mythos als Frau dargestellt, im Mittelalter hingegen bildetet man Europa vorwiegend männlich ab. Johannes Putsch stellte den europäischen Kontinent in der Frühen Neuzeit erstmals als selbstständige Königin dar.
Spanien bildet den Kopf der Königin, Italien den rechten Arm und Sizilien den Reichsapfel, der linke Arm zeigt Dänemark, Österreich und Böhmen liegen in der Körpermitte. Im langen Kleid der Allegorie sind unter anderem Serbien, Albanien, Bulgarien, Griechenland und Sarmatien abgebildet. Unter dem Kartenrand befindet sich ein humanistisches Gedicht, das den Kaisern Karl V. (1500–1558) und Ferdinand I. (1503–1564) gewidmet ist. Die „Königin Europa“ beklagt in diesem Text die kriegerischen Zustände, die den Kontinent heimsuchen und bittet die beiden Herrscher des Habsburgerreiches, sie vor den einfallenden Osmanen zu schützen.

Museum NOE

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