Was ist in der vergangenen Woche in der EU passiert? Welche EU-Themen sind für Österreich relevant? Was wird derzeit eigentlich diskutiert? Diese Fragen beantworten wir Ihnen in unserem Wochenüberblick. In unserer Serie erfahren Sie einmal pro Woche, was sich in der EU tut.
Grünes Licht für 400-Millionen-Euro-Förderung für erneuerbaren Wasserstoff in Österreich
Die Europäische Kommission hat staatliche Beihilfen für die Produktion von erneuerbarem Wasserstoff genehmigt: Österreich erhält 400 Millionen Euro zur Förderung von bis zu 112.000 Tonnen Wasserstoff, während Litauen 36 Millionen Euro zugesprochen werden. Beide Länder nutzen das EU-Instrument „Auktionen als Dienstleistung“ der Europäischen Wasserstoffbank, um eine effiziente Mittelvergabe zu gewährleisten. Ziel ist es, den Ausbau erneuerbarer Wasserstoffproduktion voranzutreiben, Kosten zu senken und Marktverzerrungen zu minimieren. Die Wasserstoffbank unterstützt die heimische Erzeugung und den Import, um bis 2030 eine Versorgung von 20 Millionen Tonnen sicherzustellen.
Bald Fabrik für künstliche Intelligenz in Österreich
EuroHPC, das „Gemeinsame Unternehmen für europäisches Hochleistungsrechnen“, hat sechs weitere Anlagen für künstliche Intelligenz in der EU ausgewählt, eine davon in Österreich. Unterstützt durch das EU-Netz von Supercomputern werden diese Fabriken die wichtigsten Bestandteile der KI-Innovation unter einem Dach vereinen: Rechenleistung, Daten und Talente. Die Investition von insgesamt rund 485 Millionen Euro wird teils durch nationale und teils durch europäische Gelder abgedeckt. Die KI-Fabriken werden im KI-Bereich tätigen Start-ups, kleinen und mittleren Unternehmen privilegierten Zugang bieten und somit Wachstum und eine effizientere Expansion fördern.
Mehr dazu: Bald Fabrik für künstliche Intelligenz in Österreich – Europäische Kommission
Falschmeldungen zur geplanten Spar- und Investitionsunion im Umlauf
Die geplante Spar- und Investitionsunion soll Bürger: innen in der EU bessere Anlagemöglichkeiten bieten, um Kapital in Europa zu halten und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Jährlich fließen 300 Milliarden Euro Erspartes ins Ausland – diese Investitionen sollen verstärkt in den europäischen Kapitalmarkt gelenkt werden. Zudem soll die Finanzbildung verbessert werden, um informierte Entscheidungen zu erleichtern. Die Teilnahme bleibt freiwillig, niemand wird zum Investieren gezwungen oder enteignet. Ziel ist es, attraktivere Rahmenbedingungen für diejenigen zu schaffen, die ihr Geld anlegen möchten.
Mehr dazu: Falschmeldungen zur geplanten Spar- und Investitionsunion im Umlauf – Europäische Kommission