Was ist in der vergangenen Woche in der EU passiert? Welche EU-Themen sind für Österreich relevant? Was wird derzeit eigentlich diskutiert? Diese Fragen beantworten wir Ihnen in unserem Wochenüberblick. In unserer Serie erfahren Sie einmal pro Woche, was sich in der EU tut.
Kommission und EU-Drogenagentur stellen Europäischen Drogenbericht 2026 vor
Der EU-Kommissar für Inneres und Migration, Magnus Brunner, und die EU-Drogenagentur (EUDA) haben den Europäischen Drogenbericht 2026 vorgelegt. Basierend auf Daten aus 29 Ländern zeigt der Bericht, dass illegale Substanzen in Europa zunehmend die Gesundheits- und Sicherheitslage beeinträchtigen, da sie leichter verfügbar, vielfältiger und wirkungsstärker geworden sind. Besonders Opioide in Kombination mit anderen Substanzen gelten als Hauptursache für die mindestens 7.600 tödlichen Überdosierungen in der EU im Jahr 2024. Zudem reagiert die organisierte Kriminalität auf intensivere Polizeikontrollen in Großhäfen durch das Ausweichen auf kleinere Häfen sowie fragmentierte, kleinere Lieferungen. Um diesen Bedrohungen und der steigenden Bandengewalt zu begegnen, hat die Europäische Kommission ihre Unterstützung verstärkt. Neben einer neuen EU-Drogenstrategie und einem Aktionsplan zur Bekämpfung des Drogenhandels wurde die Europäische Hafenallianz ins Leben gerufen. Zudem nimmt die EUDA eine Schlüsselrolle ein, indem sie neue psychoaktive Substanzen identifiziert und Frühwarnungen herausgibt.
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Wiener Initiative gewinnt Europäischen Preis für nachhaltige Energie 2026
Im Rahmen der Europäischen Woche für nachhaltige Energie ist die Wiener Initiative „100 Projekte Raus aus Gas“ mit dem „European Sustainable Energy Award 2026“ in der Kategorie „Local Energy Action“ ausgezeichnet worden. Das zukunftsweisende Projekt der Stadt Wien konnte sich in einer Online-Abstimmung gegen die beiden Mitfinalisten aus Spanien und Bulgarien durchsetzen. Mit dem renommierten Preis werden alljährlich herausragende Persönlichkeiten und Initiativen gewürdigt, die den Übergang zu sauberer Energie in Europa maßgeblich voranbringen. Die Wiener Initiative bereitet erfolgreiche Sanierungsprojekte als übertragbares Lernprogramm auf. Auf diese Weise wird der Weg zu einer erneuerbaren Wärmeversorgung für andere Gebäude nachvollziehbar gemacht, was eine konkrete Hilfestellung bei praktischen, rechtlichen und verfahrensbezogenen Hürden beim Heizungstausch in Mehrparteienhäusern bietet.
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Kommission veröffentlicht Praxisleitfaden für die Markierung und Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten
Die Europäische Kommission hat einen endgültigen Praxisleitfaden für die freiwillige Markierung und Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten veröffentlicht. Dieser Leitfaden soll Anbieter und Betreiber generativer Systeme der künstlichen Intelligenz (KI) dabei unterstützen, die ab dem 2. August 2026 geltenden Transparenzpflichten der KI-Verordnung zu erfüllen. Ab diesem Stichtag müssen Deepfakes sowie KI-erzeugte Texte zu Themen von öffentlichem Interesse eindeutig gekennzeichnet werden; zudem müssen Nutzer über Interaktionen mit Chatbots informiert werden. Das Dokument wurde von sechs unabhängigen Sachverständigen unter Einbindung von 180 Interessenträgern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft ausgearbeitet. Der Leitfaden unterteilt sich in Pflichten für Anbieter zur maschinenlesbaren Kennzeichnung von Dateien und Pflichten für Betreiber zur transparenten Kennzeichnung ungeprüfter Veröffentlichungen.

