Green Travel Wettbewerb: Studierende nachhaltig unterwegs

Veröffentlicht

Schlagwörter

Eine klimafreundliche Anreise ans andere Ende von Europa – wie gut funktioniert das? Mehrere Studierende stellten sich dieser Herausforderung und nahmen am Green Travel Wettbewerb von FH Vorarlberg und EUROPE DIRECT Vorarlberg teil.

Auslandsaufenthalte während des Studiums oder im Rahmen der beruflichen Tätigkeit sind für viele Menschen nichts Außergewöhnliches. Doch muss ich überall mit dem Flugzeug hinfliegen oder kann ich auch mit anderen Transportmitteln anreisen? Mit dem Green Travel Wettbewerb motivierten die FH Vorarlberg und EUROPE DIRECT Vorarlberg Reisewillige, klimafreundlich zu ihrem nächsten Auslandsaufenthalt anzureisen. Mitmachen konnten alle Studierende der FHV, die ein Auslandssemester, ein Auslandspraktikum oder eine Kurzzeitmobilität absolvierten, sowie alle Mitarbeitenden der FHV, die für einen Auslandsaufenthalt im Rahmen ihrer Tätigkeit an der FHV reisen mussten.

Sowohl im Wintersemester 2025/26 als auch im Sommersemester 2026 wurde aus zahlreichen Einreichungen jeweils eine Gewinnerin gekürt, und zwar Guda Jonges und Hanna Dünser. Die Auswahl des Siegerbeitrags erfolgte auf Grundlage von Entfernung, Verkehrsmittel und eingesparten Emissionen durch eine Jury des International Office. Die Gewinnerinnen erhielten einen Reisegutschein der ÖBB im Wert von 100 Euro.

Gewinnerin Guda Jonges: Mit dem Rad von den Niederlanden nach Dornbirn

Um ihr Auslandssemester an der FHV anzutreten, legte Guda Jonges mehr als 950 km mit dem Rad zurück: Vierzehn Tage lang war sie unterwegs und radelte von Spijkerboor in den Niederlanden über Belgien, Luxemburg, Frankreich, Deutschland und die Schweiz bis nach Dornbirn in Österreich. Es war für sie ein beeindruckendes Erlebnis und sie ist sehr stolz darauf, dass sie diese Strecke aus eigener Kraft zurückgelegt hat. Die Rückfahrt in die Niederlande erfolgte mit dem Zug, da sich während ihres Studienaufenthalts doch einige Sachen zusammengesammelt hatten. Alles in allem bezeichnet sie ihre Reise als eine unglaubliche Erfahrung.

Gewinnerin Hanna Dünser: Mit Zug und Bus von Vorarlberg nach Portugal

Eine Kurzzeitmobilität führte Hanna Dünser von Bludenz bis nach Caldas da Rainha in Portugal. Da sie klimafreundlich anreisen wollte, wählte die Studentin als Verkehrsmittel für rund 1.840 km den Zug und für die letzten 710 km den Bus. Hanna Dünser fuhr zunächst mit dem Zug nach Zürich und von dort über Genf und Lyon nach Barcelona. Der Weg führte weiter über Madrid, wo sie in den Bus umstieg, und über Lissabon – nach insgesamt drei Tagen Anreise – schließlich ihr Ziel in Caldas da Rainha erreichte. Nach einer Woche ging es wieder zurück, diesmal über eine etwas andere Route: Von Caldas da Rainha mit einem zweitägigen Zwischenstopp in Lissabon über Madrid nach Narbonne, von dort wieder über Lyon, Genf und Zürich zurück nach Vorarlberg.

Für Hanna Dünser war die klimafreundliche Anreise eine herausfordernde, aber gute Erfahrung, die sich für sie gelohnt hat. Sie würde auf jeden Fall wieder umweltfreundlich reisen.

Das Fazit des Wettbewerbs: Europa lässt sich auch ohne Flugzeug wunderbar erleben – und der Weg ist oft schon Teil des Abenteuers.