Öffnet in einem neuen Tab

Zwei Tage, neun Bundesländer, viele Ideen: EUROPE DIRECT traf sich in Graz

Veröffentlicht

Wie erreicht Europa die Menschen vor Ort? Welche Formate funktionieren besonders gut? Und was steht 2027 auf dem Programm? Beim österreichweiten EUROPE DIRECT-Netzwerktreffen am 19. und 20. Oktober in Graz drehte sich alles um neue Ideen, erfolgreiche Projekte und die gemeinsame Zukunft der Europakommunikation. Auch ein Besuch im Grazer Landeszeughaus stand auf dem Programm.

Graz wurde für zwei Tage zum Treffpunkt des österreichischen EUROPE DIRECT-Netzwerks: Auf Einladung von EUROPE DIRECT Steiermark kamen Vertreterinnen und Vertreter aus den Bundesländern sowie der Europäischen Kommission und des Europäischen Parlaments zusammen, um Erfahrungen zu teilen, neue Impulse mitzunehmen und gemeinsame Vorhaben auf den Weg zu bringen.

Den Auftakt im Grazer Landhaus gestalteten Landeshauptmann-Stellvertreterin und Europareferentin Manuela Khom, Patrick Lobis, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich, und Patrick Schnabl, Leiter der Abteilung 9 Kultur, Europa, Sport des Landes Steiermark.

„Wir sind ein Exportland, die Steiermark verdient jeden zweiten Euro mit Exporten und unser wichtigster Exportmarkt ist die Europäische Union. Was würden wir machen, wenn es diesen Partner nicht mehr geben würde? Diese Geschichte müssen wir erzählen, die Idee Europa weiter in die Gesellschaft hineintragen – und EUROPE DIRECT ist dabei der erste Botschafter“, betonte Khom bei der Eröffnung.

Von Demokratie-Fitness bis Erasmus+: Ideen für die Praxis
Im Mittelpunkt standen konkrete Ansätze für die Europaarbeit in den Regionen. Neben aktuellen Initiativen des Europäischen Parlaments sorgte ein interaktives Demokratie-Fitness-Training für neue Perspektiven. Besonders wertvoll war der Blick über die Bundesländergrenzen hinweg: Welche Projekte kommen gut an? Wie lassen sich junge Menschen erreichen? Und welche Ideen können die Zentren gemeinsam weiterentwickeln?

Auch die Planung für 2027 nahm bereits Gestalt an. Mit 25 Jahren Euro-Bargeld, 40 Jahren Erasmus+ und 70 Jahren Römische Verträge stehen gleich mehrere europäische Jubiläen bevor, die zahlreiche Anknüpfungspunkte für gemeinsame Aktionen bieten.

Europäische Geschichte hautnah im Landeszeughaus
Neben dem fachlichen Austausch durfte auch ein Stück steirische Geschichte nicht fehlen: Ein Besuch im Grazer Landeszeughaus des Universalmuseums Joanneum bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern spannende Einblicke in das historische Erbe der Steiermark.

Dr. Bettina Habsburg-Lothringen, Leiterin der Abteilung Kulturgeschichte mit den Bereichen Landeszeughaus, Museum für Geschichte und Multimediale Sammlungen, führte die Gruppe persönlich durch die beeindruckende Sammlung. Dabei wurde deutlich, wie eng die Geschichte der Steiermark mit jener Europas verbunden ist.

Direkt vor Ort: Die Steiermark zeigt, wie es geht
Dass europäische Zusammenarbeit in den Regionen viel bewegen kann, zeigen auch die steirischen Projekte: Zwischen 2021 und 2025 wurden im Rahmen von Erasmus+ insgesamt 632 Projekte mit 31.803 Mobilitäten und rund 70,4 Millionen Euro an Förderungsmitteln für die Steiermark genehmigt.

Mit der EU-Schulreisenförderung des Landes konnten außerdem bereits rund 8.000 steirische Schülerinnen und Schüler bei Bildungsreisen zu den europäischen Institutionen in Brüssel, Luxemburg und Straßburg unterstützt werden.

Organisiert wurde das Netzwerktreffen von EUROPE DIRECT Steiermark, das im Referat Europa und Internationales des Landes Steiermark angesiedelt ist. Die beiden Tage boten nicht nur zahlreiche fachliche Impulse, sondern auch Gelegenheit, persönliche Kontakte zu vertiefen und die Zusammenarbeit im österreichischen Netzwerk weiter zu stärken.

Das Fazit aus Graz: Viele neue Ideen, ein gemeinsamer Blick auf 2027 und jede Menge Motivation, Europa auch künftig dort sichtbar zu machen, wo es zählt – direkt bei den Menschen.